Steinzeitliche Siedlung auf dem Lauseberg

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von Wolfgang Cajar

Der frühere Lauseberg erstreckte sich in Kleinschönebeck am östlichen Fließufer nördlich des alten Mühlengeländes, dort, wo sich heute die Miethkestraße entlang zieht. Sein Name rührte wahrscheinlich von dem wendischen Begriff „Luza“ ab, was Sumpf bedeutete. Ende der zwanziger Jahre des 20-ten Jahrhunderts wurde dieser Berg abgetragen, um das anliegende sumpfige Erlenbruchgelände (im Bereich des heutigen Kleinen-Spreewald-Parks) trocken zu legen und die heutige Brandenburgische Straße zur Dorfaue hin höher zu legen und damit bei Fließhochwässern befahrbar zu halten. Als dann 1934 damit begonnen wurde, unter Einsatz von sogenannten „Wohlfahrtserwerbslosen“ eine Spiel- und Planschwiese anzulegen, fand man in den oberen, in den Jahren zuvor aufgefüllten Erdschichten aus dem Lauseberg mehrere vorgeschichtliche Tonscherben sowie verschiedene frühsteinzeitliche Geräte, Schaber und dergleichen. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die alte Senitz, das Fredersdorfer Mühlenfließ, mit ihren wiesenreichen Ufern und fischreichen Gewässern zumindest zeitweilig von Wenden besiedelt war. Leider war das Abtragen des Sandbergs nicht mit gründlicher Sichtung des Grabungsfeldes auf vorzeitliche Spuren hin verbunden worden. Havenstein schreibt dazu: Das Vorkommen steinzeitlicher Funde aber sagt uns, daß der Mensch schon vor grauen Jahrtausenden hier auf dem Lauseberg wohnte und mit einfachen Steinwerkzeugen sein tägliches Handwerk verrichtete. Eine weitere Durchforschung ist allerdings ganz unmöglich geworden ... weil Spekulantenpläne einmal wichtiger waren und – mehr Gewinn versprachen.