Koronare Plaquestabilisierung: Molekulare Mechanismen kardiovaskulärer Risikofaktoren

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Koronare Plaquestabilisierung: Molekulare Mechanismen kardiovaskulärer Risikofaktoren

Vorwort

Drexler, Hannover


Zahlreiche angiographisch kontrollierte Regressionsstudien haben gezeigt, dass die medikamentöse Cholesterinsenkung zu einer drastischen Reduktion kardiovaskulärer Komplikationen führt, aber kaum den angiographisch nachweisbaren Stenosegrad beeinflusst. Diese und andere Studien haben zu einem neuen Paradigma der koronaren Herzkrankheit bzw. des arteriosklerotischen Plaques geführt, d.h. die klinische Prognose wird nicht nur durch den Stenosegrad, sondern vielmehr auch durch die Struktur bzw. Verletzbarkeit der Plaque bestimmt. Z.Zt. werden beispielhaft die stabile von der instabilen bzw. vulnerablen Plaque unterschieden. Die letztere ist durch einen relativ großen lipidreichen Kern und eine dünne fibröse Kappe gekennzeichnet. Reißt diese Kappe ein, kommt es zu einem akuten thrombogenen Geschehen, das in dem plötzlichen Auftreten einer instabilen Angina­pectoris-Symptomatik oder eines Myokardinfarktes resultieren kann. Die Vulnerabilität und damit Gefährdung einer akuten Ruptur wird entscheidend mitbeeinflusst durch die veränderte Endothelfunktion mit paradox erhöhter Vasokonstriktion sowie der Menge extrazellulärer Matrix und dem Ausmaß der Entzündungsreaktion, insbesondere in der Schulterregion der vulnerablen Plaque. Dementsprechend wird intensiv darüber geforscht, wie man diese Charakteristika der vulnerablen Plaque effektiv therapeutisch und ggf. präventiv beeinflussen kann und welche molekularen Verbindungen oder Zusammenhänge mit kardiovaskulären Risikofaktoren bestehen.

Ziel dieses Symposium war es daher, aktive Wissenschaftler, die über diese unterschiedlichen Aspekte der Pathogenese der arteriosklerotischen Plaque arbeiten, zusammenzubringen, um neueste wissenschaftliche Ergebnisse und ihre klinische Bedeutung zu diskutieren. Hierbei wurden insbesondere die Verbindungen zwischen Fettstoffwechselstörungen, Entzündungsreaktionen, Endothelfunktionen sowie dem Renin-Angiotensin-Aldosteronsystem und der extrazellulären Matrix herausgearbeitet. Die wesentlichen Inhalte dieser aktuellen Beiträge sind in diesem Bericht über das von der Firma Bayer Vital GmbH und Co. KG getragenen Symposiums in Döllnsee allgemein­verständlich und klinisch orientiert zusammengefasst.

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