Geschichte

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Chronik von Schöneiche

Contents

13. bis 15. Jahrhundert

16. und 17. Jahrhundert

1527 erhält die Witwe des Hans von Krummensee das Dorf Schöneiche mit allen Rechten als Witwensitz vom Kurfürsten Joachim I.. Zwei Jahre später wird die Familie von Krummensee mit dem Ort belehnt. Die Krummensees errichten das erste feste Haus, einen mit einer Feldsteinmauer umgebenen Rittersitz gegenüber der Kirche.

Seit 1541 heißt der Ort in den Quellen Schöneiche. 1610 bestätigt Kurfürst Johann Sigismund die Belehnung der Krummensees in Person der Brüder Hans und Hartwich von Krummensee. Im Dreißigjährigen Krieg wird Schöneiche, anders als etwa das Nachbardorf Woltersdorf kaum in Mitleidenschaft gezogen.

1655 zieht Georg Grätz von Seeberg nach Schöneiche. Durch Einheiratung kommt er in den Besitz eines Bauernhofes, der heute das älteste erhaltene Bauernhaus und Heimatmuseum ist.

1690 müssen die Krummensees aus finanziellen Gründen (Folgen des Dreißigjährigen Krieges) Schöneiche verkaufen. Käufer ist "auf Widerruf" durch die Krummensees ihr Verwandter, der polnische und kursächsische General Christian Dietrich von Röbel auf Hohenschönhausen. Nach Aufzeichnungen des späteren Pfarrers Babick ist jedoch seine Frau Maria Ludmilla von Kupfer die Käuferin. Röbel scheint ein strenges Regiment zu führen, unter anderem untersagt er den Verkauf von Bier im Krug vor 16 Uhr (außer an Reisende) und nach 21 Uhr, wofür auch der Krüger haftbar gemacht würde. Auch verbietet er, Holz zu schlagen oder zu sammeln.

18. Jahrhundert

Da Hans Adam von Krummensee auf einen Rückkauf verzichtet, geht das Dorf 1701 endgültig in den Röbelschen Besitz über. Nach 2 Jahren im Besitz des Hake auf Rangsdorf erwirbt der Geheime Rat Severin Schindler das Gut Schöneiche. Er lässt schon ab diesem Jahr die Kirche erneuern, die im Stile des Barock ausgebaut wird und einen Turm bekommt.

Auch eine Schule lässt Schindler einrichten. 1726 stellt er mit Johann Friedrich den ersten Schulmeister für die 35 schulpflichtigen Kinder an. Zudem stiftet er eine wertvolle Bibliothek christlicher und erbaulicher Literatur, die der Pfarrer zu verwalten hat und die in der Schlosskirche aufgestellt wurde. Noch heute ist ein Drittel des Bestandes erhalten, darunter mehrere Bibeln aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit Titelholzschnitten von Lucas Cranach.

1725 erlässt Schindler mehrer Verordnungen, unter anderem eine detaillierte Schulordnung und eine Armenverordnung, die das Betteln im Ort untersagte. 1730 richtet Schindler ein Waisenhaus ein. Nach seinem Tod (1737) und dem Tod seiner Witwe 1746 geht ein Großteil des beträchtlichen Vermögens in einer Stiftung zugunsten des Waisenhauses auf.

Zum Kapital gehört auch das Dorf Schöneiche. Jedoch verlegen die Kuratoren der Stiftung das Waisenhaus nach Berlin und veräußern das Dorf Schöneiche 1747 an den Bankier Segebarth.

1749 wird auf Anordnung von Friedrich II. ein Raufutterspeicher für die Kavallerie errichtet. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Die Witwe Ann Regina Segebarth verkauft Schöneiche 1753 an die ebenfalls verwitwete Auguste von Oerzen. Da diese 1756 ihren Zahlungsverpflichtungen nur zum Teil nachgekommen war, versuchte sie, Kapital aus den reichen Holzbeständen Schöneiches zu machen. Das missfällt jedoch der Vorbesitzerin, die das gerichtlich untersagen lässt. Daraufhin verkauft sie das Gut Schöneiche 1759 an den Amtmann Puhlmann. Am 7. Juli 1761 erwirbt der Hofbankier Friedrich Wilhelm Schütze, einer der reichsten Bürger Berlins, das Dorf Schöneiche. Schütze lässt ein neues Schloss errichten und einen Park anlegen.

Er lässt eine Wachsbleiche errichten, wo Kerzen hergestellt werden, die vor allem an den Berliner Königshof gehen, aber auch an die Königshöfe von Portugal, Spanien und Italien.

1760 setzt er gegen den Widerstand der Schöneicher die Aufteilung der Gemeinheiten (Weiden, Wiesen) durch, wobei der weitaus größere Teil ihm zufällt. 1794 stirbt Schütze. Er wird in der Schloßkirche bestattet, wo ihm Johann Gottfried Schadow ein Grabmal errichtet.

19. Jahrhundert

20. Jahrhundert

20. Jahrhundert

Siehe auch

Schöneiche, Übersicht vorhandener Artikel

Quelle

  • Wikipedia
  • Christina Felber, I. Jerratsch, H. Martini: Schöneiche bei Berlin – eine Chronologie durch die Geschichte; Schöneiche, 2000
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